"Der Weg der leeren Hand"

 

Karate gehört zu den bekanntesten Kampfkünsten, die man aus Asien kennt.

Allerdings haben sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Facetten und Stilrichtungen im Karate herausgebildet.

 

In unserem Karate Do setzen wir den Schwerpunkt auf traditionelles Shotokan-Karate.

 

Das heißt, die Bewegungen und Technikabläufe werden nicht nur aus rein sportlichen Gesichtspunkten betrachtet, sondern auch auch mit den Hintergründen, die sich hinter diesem "Sport" Karate befinden.

 

"Die drei großen K's des Karates"

Karate setzt sich im wesentlichen aus den Bereichen Kihon, Kata und Kumite zusammen.

 

"Kihon, die Basis des traditionellen Karates" 
Die Kihon (Grundschule) beinhaltet alle Grundtechniken des Karate. Diese Techniken werden im Stand und in der Bewegung trainiert.

Neben dem Üben von Einzeltechniken werden auch die Kombinationen von mehren Grundschultechniken hintereinander ausgeführt. Das fördert die körperliche Kondition sowie die Motorik und Koordination von Körper und Geist.

Der Schwerpunkt bei den Grundschultechniken liegt darin, diese konzentriert und mit entsprechender körperlicher und geistiger Ent- und Anpassung zu praktizieren.

Die Grundschultechniken setzen sich aus Block-, Schlag-,Tritt-, Stoß- und z.T. auch Wurftechniken zusammen.

Nur wer die Grundschule des Karates perfekt beherrscht, ist später auch in der Lage freie Techniken auf die entsprechende Situation anzupassen und zu variieren. Aus diesen Gründen ist das Kihon immer ein fester Bestandteil jeder Trainingseinheit.

 

"Kata, die Kampfkunst-Form in einer klaren Abfolge"
Kata's sind klar definierte Aneinanderreihungen von verschiedenen Einzeltechniken. 

In der Kata führt man den Kampf gegen einen imaginären Gegner. Jede Kata ist ein eigenes Kunstwerk, in der nahezu alle Techniken des Karates eingebunden werden.

Aufgrund der Unabhängigkeit von Partner und Umwelt können diese, losgelöst von Zeit und Raum, zu jeder Zeit trainiert werden.

 

"Kumite, der geregelte Zweikampf"
In der Kumite werden die gelernten Techniken kontrolliert im Partnerkampf angewendet.

Je nach Kumiteform können das klar festgelegte Technikabfolgen aber auch der offene Freikampf sein.

Eins ist jedoch immer fest geregelt: Der gegenseitige Respekt!

 

 

"Karate beginnt mit Respekt und Karate endet mit Respekt"

Karate ist aber nicht nur körperliche Ertüchtigung.
Wer Karate richtig praktizieren will, beachtet nicht nur die sportliche Disziplin sondern auch die geistigen Werte die sich hinter dem Karate befinden.

Einen Einblick, welche Werte im Karate vermittelt werden, gibt das sogenannte Dojukun.

Die 20 Regeln des Begründers des Shotokan-Karates, Gichin Funakoshi, verdeutlichen, dass es im Karate nicht nur um Sport sondern auch um angemessene Besonnenheit und Geisteshaltung geht.

Das unterscheidet traditionelles Karate von anderen "Kampfsportarten", die sich explizit nur auf die kämpferische Auseinandersetzung konzentrieren und den wichtigsten Kampf (den Kampf gegen sich selbst) zeitweise außer acht lassen.

 

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Funakoshi Gichin (jap. 船越 義珍; * 1868; † 1957) ist der Begründer des modernen Karatedō.

Aufgewachsen in Shuri (Okinawa), gilt er als Begründer des heute bekannten japanischen Karatedō.

Obwohl er nach eigenen Aussagen in der Kindheit eher klein und kränklich war, fing er im Jugendalter, unter Meister Asato Yasutsune, einem Karate- und Schwertkampfmeister der Jigen-ryu, und unter Meister Itosu Yasutsune, an Okinawa-Karate zu erlernen.

Zeit seines Lebens folgte Funakoshi einem strengen Ehrenkodex. So lehnte er es zum Beispiel ab, „schmutzige“ Worte wie Socke oder Toilettenpapier zu benutzen. Auch war Funakoshi ein sehr friedfertiger Mann, der versuchte, den Kampf wann immer möglich zu vermeiden.


Die 20 Regeln des Karate Do (Funakoshi Gichin o Karate Do niju jo)


1. Karate dô warei ni hajimari, rei ni owaru koto o wasuruna
- Vergiss nie: Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.

 

2. Karate ni sente nashi
- Im Karate macht man nicht die erste Bewegung.

 

3. Karate wa gi no tasuke
- Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

 

4. Mazu jikô wo shire, shikoshite tao wa shire
- Erkenne dich selbst zuerst, dann den anderen.

 

5. Gijutsu yôi shinjutsu
- Intuition ist wichtiger als reine Technik.

 

6. Kokoro wa hanatan koko wo yosu
- Lerne, deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn erst danach.

 

7. Wazawai wa getai ni shozu
- Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

 

8. Dôjô nomino karate to omou na
- Glaube nicht, dass Karate nur im Dôjô stattfindet.

 

9. Karate no shûgyô wa isshô de aru
- Karate üben heißt ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.

 

10. Arai yuru mono wo karateka seyo, soko ni myo mi ari
- Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du Myo (Leben) finden.

 

11. Karate wa yu no goto shi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru
- Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.

 

12. Katsu kangae wa motso na makenu kangae wa hitsuyo
- Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.

 

13. Teki ni yotte tenka seyo
- Verändere deine Verteidigung gegenüber dem Feind.

 

14. Tattakai wa kyo jitsu no soju ikan ni ari
- Der Kampf entspricht immer deiner Fähigkeit, mit Keyo (unbewacht) und Jitsu (bewacht) umzugehen.

 

15. Hito no te ashi wo ken to omoe
- Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

 

16. Danshi mon wo izureba hyakuman no teki ari
- Wenn man den Ort verlässt, an dem du zu Hause bist, machst du dir zahlreiche Feinde. Ein solches Verhalten bringt dir Ärger ein.

 

17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shinzentai
- Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil annehmen, um dann einen natürlichen Zustand des Verstehens zu erreichen.

 

18. Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono
- Die Kata muss ohne Veränderung korrekt ausgeführt werden, im wirklichen Kampf gilt das Gegenteil.

 

19. Chikara no kyojaku, karada no shinshuku, waza no kankyu wo wasuruna
- Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

 

20. Tsune ni shinen kufu seyo
- Erinnere dich und denke immer an Kufu (die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf einen Sinnesreiz zu begrenzen).

Trainingszeiten

Montags, Mittwochs und Freitags

hier sind wir

Postanschrift:

Claus-Gieschen-Str. 14

27612 Loxstedt

 

Trainingsorte :

Heerstedt und Beverstedt

hier auch

Naikan-Dojo e.V.

Verein für traditionelle Kampfkunst,

Selbstverteidigung

und Gesundheit

Lunestedt
(Gemeinde Beverstedt)